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Hochwasser und Starkregen

Tipps für Hausbesitzer und Mieter

Starkregen – eine Gefahr, die jeden treffen kann(externer Link)

Starkregen ist Regen, der in kurzer Zeit sehr heftig fällt – oft nur auf ein kleines Gebiet begrenzt. 

  • Solche Wetterlagen können überall in Bayern auftreten, auch fernab von Flüssen oder in Hügellagen. Sie sind schwer genau vorherzusagen.
  • Häufige Folgen:
    • Wasser fließt schnell ab
    • Überflutung von Straßen
    • Volllaufen von Kellern
    • Mitreißen schwerer Gegenstände
  • Besonders gefährlich wird es, wenn der Boden kein Wasser mehr aufnehmen kann, z. B. durch Versiegelung oder starke Trockenheit.
  • Das Wasser sucht sich den Weg bergab, sammelt sich in Senken und verursacht dort große Schäden
  • In steilen Bereichen fließt das Wasser besonders schnell, wirkt mit großer Wucht und es entstehen gefährliche Ströme, die u.a. Autos mitreißen können

    Solche Situationen sind lebensgefährlich!
    Vorsorge ist deshalb besonders wichtig.

 

Vor dem Regen

Schutzmaßnahmen innen

  • Wo nötig: Fenster und Türen abdichten
  • Haupthähne für Gas und Wasser abstellen
  • Überflutungsgefährdete Räume
    1. rechtzeitig ausräumen
    2. Strom + Heizung ausschalten 

Schutzmaßnahmen außen

  • Fahrzeuge ggf. umparken
  • Sandsäcke als Wasserbarrieren vorbereiten

Notfallplan aufstellen und durchsprechen

  • Schutzort für Kinder, Kranke, hilfsbedürftige Personen und Tiere verabreden
  • Fluchtmöglichkeit festlegen
  • Kennen alle den Plan und die eigenen Aufgaben? 

Notfallpaket vorbereiten 

  • Persönliche Dokumente (wasserdicht verpackt)
  • Wichtigste Telefonnummer: 112
  • Medikamente + Erste-Hilfe-Material Kleidung
  • Taschenlampen + Ersatzbatterien
  • Haltbare Lebensmittel und Wasser

Aktuelle Informationen besorgen und weitergeben, z.B. unter Vor, während, nach dem Hochwasser - Das können Sie als Bürger tun! (externer Link)

Während dem Regen

Menschen zuerst 

  • Erst Menschen, dann Sachwerte
  • Besonders auf Kinder, Senioren und Kranke achten
  • Ruhe bewahren
  • Anweisungen der Einsatzkräfte befolgen

Nicht leichtsinnig sein 

  • Keller und Tiefgaragen bei Überflutung meiden (↯ Ertrinkungs- und Stromschlaggefahr!)
  • Keine Rettungsversuche allein unternehmen
  • Uferbereiche nicht betreten
  • Gewässer nicht befahren

Vorsicht im Straßenverkehr 

  • Umleitungen und Absperrungen beachten
  • Autos nicht starten, wenn das Wasser bis zur Ölwanne bzw. zum oberen Reifenende reicht

Nach dem Regen

Schäden dokumentieren

  • Nachweis für die Versicherung (Fotodokumentation vor und während der Aufräumarbeiten)

Feuerwehr informieren

  • bei Ölschäden oder wenn Schadstoffe ausgetreten sind

Trocknen und Aufräumen

  • Überschwemmte Räume erst auspumpen, wenn der Wasserstand draußen gesunken ist
  • Nasse Bereiche gut trocknen (Schimmelgefahr)
  • Durchnässte Möbel und überschwemmte Lebensmittel entsorgen

Weitere Informationen unter Vor, während, nach dem Hochwasser - Das können Sie als Bürger tun! (externer Link)

Wassersparen in Trockenzeiten

70% des Wasserverbrauchs fällt auf WC-Spülung und Körperpflege. 

Um mehr Wasser zu sparen sind hier einige Tipps, wie jede und jeder im Alltag einen wichtigen Beitrag dazu beisteuern kann:

  • Wasser beim Einseifen, Zähneputzen und Rasieren ausschalten
  • Ein Sparduschkopf verbraucht statt 12-15 l nur 6-8 l pro Minute bei gleichem Komfort
  • Einbau von Spar-Spülkasten beim WC
  • Nicht unnötig lang duschen (5 Minuten dusche verbraucht 60-75 l Wasser)
  • Duschen verbraucht weniger Wasser als Baden

20% des Wasserverbrauchs fällt auf Wäsche und Geschirreinigung. 

Um mehr Wasser zu sparen sind hier einige Tipps, wie jede und jeder im Alltag einen wichtigen Beitrag dazu beisteuern kann:

  • Geschirrvorspülen ist meistens nicht notwendig
  • Spülmaschinen sind effizienter als das Spülen per Hand
  • Nutzen Sie Spar-/ Ecoprogramme bei Spül- und Waschmaschinen
  • Spül- und Waschmaschinen nur vollgefüllt laufen lassen, so laufen sie weniger oft
  • Kleidung vor dem Waschen möglichst mehrfach tragen
  • Wasserintensive Lebensmittel (z.B. Kaffee, Kakao, Fleisch) nachhaltig und in Maßen konsumieren
  • Lebensmittel möglichst regional und saisonal kaufen

Pro Kopf und Tag werden in Deutschland etwa 130 l Trinkwasser direkt verbraucht. Rechnet man die indirekten Verbräuche (z.B. aus der Lebensmittelherstellung) mit dazu kommt man auf ganze 4.000 l am Tag. Durch klimabedingte Trockenperioden ist es wichtig, dass sich jeder Einzelne von uns Gedanken macht, wie Wasser bestmöglich eingespart werden kann.

Um mehr Wasser zu sparen sind hier einige Tipps, wie jeder im Alltag einen wichtigen Beitrag dazu beisteuern kann:

  • Seltener gemähter Rasen braucht weniger Wasser zum Gießen
  • Torffrei Gärtnern (in Blumenerde ist oft Torf enthalten) à Moorschutz ist aktiver Wasserschutz
  • Trockner Rasen erholt sich wieder
  • Regenwasser in Tonnen oder Zisternen auffangen und statt Trinkwasser zum Gießen der Pflanzen nutzen
  • Boden bedecken um Verdunstung zu verhindern (z.B. durch Mulchen oder kriechende Pflanzen)
  • Auf Hochdruckreinigung möglichst verzichten
  • Trockenheitsresistente, heimische Pflanzen wählen
  • Früh morgens oder abends gießen, so dass weniger Wasser verdunstet
  • Schottergärten vermeiden und Flächenversiegelungen reduzieren